Chianti, ein Rotwein aus der Toskana wird zu großen Teilen aus der Sangiovese-Traube hergestellt. Früher war er das Synonym für italienischen Wein schlechthin, und wurde traditionell in Fiasco (strohumflochtenen Flaschen) verkauft.

Chianti aus der Toskana

Die Trauben für den Wein wurden im Gebiet bestimmter Gemeinden der Toskana gezüchtet. Sechs klassische Chianti-Zonen gibt es insgesamt, welche willkürlich durch Gemeindegrenzen festgelegt wurden und sehr unterschiedliche Bedingungen für die Trauben bereitstellen. Dadurch sind auch Ergebnisse welche die Chiantis liefern sehr unterschiedlich. Wenn der Wein aus dem eigentlichen Chianti-Gebiet zwischen Florenz und Siena kommt, darf er sich Chianti Classico oder Chianti Classico Riserva nennen. Für Riserva muss der Wein dann auch zwei Jahre in Eichenfässern lagern und es dürfen dafür nur gewisse Rebsorten gemischt werden. Den größten Anteil jedoch hat immer noch die Sangiovese-Traube (80 % mind.). Canaiolo und Cabernet Sauvignon sind andere verarbeitet Rebsorten. Offiziell verboten sind Weißweintrauben.

Im Jahre 1971 revolutionierte mit dem Tignanello das berühmte Haus „Marchese Antinori“ den Weinbau. Einen guten Rotwein ohne Weißweinanteil produzieren zu können, war die Überzeugung von Antinori und so entschloss er sich, auf das DOC-Siegel zu verzichten. Damit hatte er so einen großen Erfolg dass seither im Chianti nun ein Wein erzeugt, der dem heute vorherrschenden Geschmack „trocken“ entspricht. Er orientiert sich stark an den Bordeaux Weinen.

Ein fruchtiger und überdies nur relativ kurz lagerbarer Wein entspricht jedoch dem klassischen Chianti. Wenige Winzer fertigen diesen traditionellen Chianti als Auftragsarbeit, dann jedoch für Luxusrestaurants.