Sommelier ist die französische Bezeichnung für den Weinkellner. Der Begriff wurde im deutschen Sprachraum nicht übersetzt, da der Berufszweig in Deutschland keine Tradition besaß.

Der Beruf des Sommeliers ging aus dem mittelalterlichen Amt des Mundschenks hervor. Das altfranzösischen Wort „somme“ (Amtspflicht) ist die Gurndlage des Wortes Sommelier. Ursprünglich waren Sommeliers „Führer der Lastentiere“. Der Sinn verengte sich schließlich auf denjenigen, der sich im Hause um alles kümmert, was auf den Tisch kommt. Dies geschah vorallem in Klöstern, dort war der Sommelier für Tischwäsche, Geschirr, Brot und Wein verantwortlich. Im weiteren Lauf der Zeit reduzierte sich die Aufgabe schließlich darauf, den richtigen Wein zu empfehlen.

Heutzutage wird die Bezeichnung für einen Weinkellner in der gehobenen Gastronomie verwendet. In Restaurants mit einem gut bestückten Weinkeller ist der Sommelier für den Einkauf, die Lagerung, sowie die Pflege der Weine und vorallem für die Beratung der Gäste zuständig. Die Qualifikation und Ausbildung ist sehr ähnlich die eines Weinfachberaters. Besondere Kenntnisse sind bezüglich „Harmonie von Speisen und Wein“ erforderlich. Eine Ausbildung zum „Staatlich Geprüften Sommelier“ wird von der Hotelfachschule in Heidelberg angeboten. In Österreich ist es auch möglich eine Ausbildung zum Diplomsommelier durchzuführen.

Als Vermittler in Sachen Wein zwischen den Erzeugern, Händlern, Restaurantbesitzern und dem Gast erfüllt er eine wichtige Funktion und trägt somit entscheidend zur Produktförderung und Qualitätssicherung in der Weinindustrie bei.